Ein Mobilitätspass — was ist das?

Glückwunsch! Wer das fragt, hat anderen so viel voraus wie zu Beginn des vorigen Jahrhunderts jemand, der fragte: "Ein Automobil — was ist das?"

Damals war das Auto kurze Zeit zuvor als technische Erfindung bekannt geworden: Ein Fahrzeug, das mit Maschinenkraft auf dem Land ebenso schnell fährt wie die Eisenbahn auf Gleisen.

Der Mobilitätspass ist eine soziale Erfindung, die kurz vor ihrer Einführung steht.

Je mehr davon wissen, desto früher können seine Vorteile genutzt werden.

Was ist ein Mobilitätspass wert und was kostet er?

Ein Auto war anfangs, da Autostraßen fehlten, wenig wert und kostete sehr viel. Nur wenige konnten es sich leisten, damit zu fahren.

Beim Mobilitätspass ist es anders: Er ist um so mehr wert, je mehr er genutzt wird, und zwar in einigen Jahren voraussichtlich mehrere Tausend Euro, und ist — darin unterscheidet er sich von der BahnCard — für Geld nicht zu haben.

Er kann nur von dem erworben werden, der besser fahren gelernt hat als bisher üblich — und das ohne Mehrkosten für ihn, eher für geringere Kosten.

Unter besser-fahren-lernen.de wird das näher erläutert. Hier wird nur der Mobilitätspass selbst erklärt.

Den Mobilitätspass erhalten nur junge Leute — ab dem 17. bis zum 25. Lebensjahr. Allerdings sollten aus guten Gründen auch Eltern mit Kindern unter 17 Jahren am Mobilitätspass interessiert sein. Er verringert nämlich das hohe Unfallrisiko junger Fahranfänger, denen er für längere Zeit erlaubt, öffentliche Verkehrsmittel zu deutlich ermäßigten Gebühren zu nutzen — und das, obwohl sie auch besser mit dem Auto umgehen können als andere.

Den Mobilitätspass, der im Rahmen der Berliner Lokalen Agenda 21 erstmals eingeführt werden soll, erhält nur, wer im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft im Sekundarbereich der Schule

  • sich ein Schuljahr lang wöchentlich eine Doppelstunde unter Moderation eines Lehrers oder einer Lehrerin mit dem Themengebiet "nachhaltige Mobilität" befasst und
  • in dieser Zeit eine für diese Arbeitsgemeinschaft als Gruppe organisierte Fahrausbildung durch einen Fahrlehrer oder eine Fahrlehrerin absolviert und danach den Führerschein B erlangt hat.

Bei dieser Form der Fahrausbildung wird die an der Schule geleistete Vorbereitung der Schüler/innen auf vernünftiges, intelligentes Fahren mit der vom Fahrlehrer oder der Fahrlehrerin zu leistenden Ausbildung für den Erwerb der Fahrerlaubnis verknüpft.

Ein wesentlicher Vorteil liegt dabei in der Gruppenfahrausbildung, die an der TU Berlin entwickelt und erprobt wurde und günstiger ist als die übliche Einzelausbildung nur an der Fahrschule. Näheres dazu unter besser-fahren-lernen.de!



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